Gjirokastra zählt zu den ältesten Städten Albaniens. Aufgrund seines einmaligen Architekturensembles im osmanischen Baustil wurde ihr zu Recht der Titel UNESCO-Weltkulturerbe verliehen.
Tausende Stufen
Steile, mit Kopfstein gepflasterte Wege schlängeln sich durch die Altstadt. Keine Straße ist eben. Es geht hoch und wieder herunter, um zahlreiche Ecken und Biegungen. Entlang der verträumten Gässchen schmiegen sich links und rechts steinerne Häuser dicht aneinander. Sogar die Dächer sind mit flachen Steinen gedeckt. Hoch oben auf dem Berg treffen die engen Gassen aufeinander und bilden das Herz des historischen Zentrums, den Basar. Hier sitzen Männer in kleinen Gruppen vor den Straßencafés und genießen einen Raki, einen Anisschnaps. Schwarzgekleidete Frauen mit Kopftüchern erledigen ihre Einkäufe und Touristen schlendern durch die kleinen Geschäfte auf der Suche nach einem besonderen Souvenir.
Es kehrt wieder Leben zurück nach Gjirokastra. Vor allem dank der langsam ansteigenden Touristenzahlen. Lange war das Zentrum wie ausgestorben. In den neunziger Jahren kehrten viele Bewohner der Stadt den Rücken, um der Armut zu entfliehen. Nun werden die alten Steinhäuser Stück für Stück restauriert und die Einwohner sind zunehmend stolz auf ihre wunderschöne Stadt, die das kulturelle Zentrum Südalbaniens bildet.
Zu Fuß geht es weiter an den Rand der Altstadt. Auf einem hohen Felsen thront die mächtige Burg von Gjirokastra. Auch sie zeugt von der bewegten Vergangenheit als Teil des Osmanischen Reiches. Von hier bietet sich ein gewaltiger Panoramablick über die Stadt sowie die umliegende Bergwelt und das zu Füßen liegende Drinotal. Atemberaubend schön!
