Der Salar de Uyuni in Bolivien ist der weltweit größte und höchstgelegene Salzsee. Er bildet eine surreale Naturlandschaft und ist geprägt von schneeweißen Kristallen, skurrilen Felsformationen und tausend Jahre alten Säulenkakteen.
Das weiße Meer
Es ist kalt und der eisige Wind schneidet ins Gesicht, während grelle Sonnenstrahlen von den Salzkristallen reflektiert werden. Ohne Sonnenbrille ist es kaum möglich, die Augen zu öffnen. Es herrschen extreme klimatische Bedingungen auf der Hochebene des Altiplano in über 3000 Metern Höhe – eine der lebensfeindlichsten und zugleich schönsten Gebiete der Erde.
Bis zum Horizont erstreckt sich das glitzernde Weiß des Salar de Uyuni. Die Ausmaße des Sees übersteigen jegliche Vorstellungskraft. Milliarden Tonnen von Salz dehnen sich über tausende Quadratkilometer aus – eine schier endlose Wüste aus weißen Kristallen. Dabei bildet die Struktur des Salzes ein riesiges Mosaik und nimmt immer wieder neue Formen und Muster an. Inmitten dieses weißen Meeres erhebt sich wie eine Fata Morgana die Islah Incahuasi mit ihren über 1000 Jahre alten Riesenkakteen. Die meterhohen Stachelpflanzen trotzen der unwirtlichen Umgebung und bilden ein bizarres Bild mitten in der Salzwüste.
Während der Regenzeit verwandelt sich der Uyuni in den größten Spiegel der Welt. Eine dünne Wasserschicht bedeckt das Salz und bildet eine glatte Oberfläche. Dieser riesige natürliche Spiegel reflektiert Himmel und Wolken – ein absolut beeindruckendes Naturspektakel. Die atemberaubende Landschaft, die abgeschiedene Lage, die extreme Höhe und die klare Luft machen den Salar de Uyuni zu einem der weltweit aufregendsten Orte.
